Dieser Rückblick auf die Vereinsgeschichte ist möglich, dank den vielen noch vorhandenen, wenn auch teilweise etwas verstaubten Protokollen von Vorstandssitzungen und Generalversammlungen sowie Jahresberichten der verschiedenen Präsidenten und Spielleitern. Anlässlich des 50 Jahre-Jubliäums hat Karl Schmuki, der damalige Präsident (heute Ehrenmitglied) zusammen mit seinem langjährigen Vorgänger Kurt Güdel die Jahre 1932 bis 1982 zusammengefasst.

Zum Jubiläum im Jahre 2007 fasste Karl Schmuki auch die Jahre 1983 bis 2007 zusammen, so dass wir nun eine vollständige Chronik vorweisen können.

Herzlichen Dank, Karl, für deine Mühe, all diese Anekdoten und Tatsachen aus den vielen Berichten und Protokollen herauszuschreiben!

1932

20. Oktober: Gründung des Vereins. Nach dem TC-Schaffhausen-Neuhausen (heute TC Belair) und dem TC Neuhausen (heute TC Rhenania) ist es erst der dritte Tennisclub in der näheren und weiteren Umgebung von Schaffhausen. Ein Aktionskomitee unter der Leitung von Heinrich Geo. Kunz nimmt die weiteren Vorarbeiten an die Hand; diese bestehen vor allem im Entwerfen von Statuten, Suchen eines Pachtlandes und Aufbringen von Darlehen.

Die ersten offiziellen kantonalen Tennismeisterschaften finden statt.

1933

7. April: Konstituierende Generalversammlung. Der erste Vorstand mit Heinrich Geo. Kunz als Präsidenten wird ernannt. Die Statuten werden verabschiedet und versehen mit dem Datum des 10. April 1933 erscheinen sie in gedruckter Form.

Die achtzig Mitglieder müssen sich mit einem Platz des Institutes Rhenania in Neuhausen (in der Nähe des heutigen Schwimmbades gelegen) begnügen. Grundstücksangebote beim Schützenhaus und Belair können aus verschiedenen Gründen nicht berücksichtigt werden. Am Am 10. Juni findet ein „Tennisinstruktionsspiel“ statt. Es wird ein Gästeausweis für Fr. 2.- eingeführt. Der Platz des Institutes Rhenania steht ab September nicht mehr zur Verfügung.

Am 10. November wird ein Pachtvertrag mit der Stadt Schaffhausen (Stadtpräsident ist Walther Bringolf) abgeschlossen. Verpachtet werden ca. 4’000 m2 auf dem „Niklausenfeld“ (Ecke Birkenstrasse – Baumschulstrasse) vom 15. November 1933 an für 20 Jahre. Pachtzins Fr. 200.- im Jahr.

1934

Grosse Schwierigkeiten bei der Geldbeschaffung (Darlehen werden sogar durch Inserate in Zürcher Zeitungen gesucht). Es werden zu wenig Anteilscheine gezeichnet und keine Bürgschaften übernommen; auch die Stadt geht aus prinzipiellen Gründen keine Bürgschaft ein. Beisitzer Max Bärlocher gewährt im März in Vertretung einer Drittperson ein Darlehen von Fr. 25’000.-. Die Schuld muss innerhalb von sechzehn Jahren zurückbezahlt werden. Kann die Rückzahlung nicht erfolgen, so ist es M. Bärlocher erlaubt, die Plätze auf eigene Rechnung zu vermieten; auch ist bei Anschaffungen in erster Linie sein Sportgeschäft zu berücksichtigen

An der Generalversammlung vom 27. April wird der Vorstand beauftragt, auf dem „Niklausenfeld“ von der Firma Weber & Sohn, Basel, eine 3-Platz-Anlage mit Bocciabahn erstellen zu lassen. Die Versammlung beschliesst einen Jahresbeitrag von Fr. 60.-; die Anteilscheine lauten auf Fr. 25.-. Mit dem Anteilscheingeld soll später ein einfaches Clubhaus für ca. Fr. 3’000.- erstellt werden. Die Eintrittsgebühr ist Fr. 30.-. Beinahe wäre alles gescheitert, denn nur wenige Mitglieder kommen ihrer Zahlungsverpflichtung nach, vor allem die Neuhauser Mitglieder wollen austreten, da ihnen der Niklausen zu weit ist. Dank dem Entgegenkommen von M. Bärlocher wird die Sache gerettet. Er erklärt sich mit kleineren Amortisationsleistungen zufrieden und verlangt, dass ihm der Gewinn aus dem winterlichen Eisbahnbetrieb (!) zufliesst.

Samstag, 5. Juli: Einweihung der drei Mergel-/Sandplätze und der Bocciabahn; alles hat Fr. 21’263.70 gekostet.

Ein Spielreglement wird erarbeitet. Für den Platzwartposten treffen dreissig Bewerbungen ein; ein pensionierter Schlosser, Herr Gasser, wird für Fr. 60.- im Monat verpflichtet.

Im Winter 1934/1935 wird erstmals der Eisbahnbetrieb auf den Tennisplätzen aufgenommen. Die erste Saison bringt M. Bärlocher ein Defizit von Fr. 850.-. Eishockey durfte auf den Plätzen auf keinen Fall gespielt werden!

1935

Der Platz beim Institut Rhenania wird nicht mehr gemietet. Dieses Jahr darf als erstes normales Vereinsjahr bezeichnet werden. Engagement eines Trainers für drei Tage je Woche.

Anmeldung des Clubs beim Schweizerischen Lawn-Tennisverband unter Serie C. Saisoneröffnung: 15. April. Bevor die Mitglieder auf die Plätze dürfen, müssen sie die Beitragsquittung vorweisen!

Die Mitglieder müssen aufgefordert werden, gegenseitig mehr Höflichkeit, Anstand und Fairplay walten zu lassen, und zwar auch gegenüber den Balljungen.

Gründung einer Ping-Pong-Gruppe. Trainingsort: Gerberstube, im Saal im 1. Stock. Man hofft, dadurch der Geselligkeit unter den Mitgliedern zu dienen.

Barvermögen am 31. Dezember: Fr. 34.79.

1936

Rückgang des Mitgliederbestandes von 112 auf 80. Die meisten Austritte erfolgen wegen Arbeitsüberlastung, Krankheit oder Wegzuges.

Jahresbeitrag weiterhin Fr. 60.-.

Im Frühjahr Bau eines einfachen Clubhauses. Die Kosten dieses Gar- derobehauses betragen Fr. 6’877.15.

Der Vorstand wird an der Generalversammlung beauftragt, die Reisevergütungen und Kosten für Freundschaftsspiele zu reduzieren. Ein Tennisspieler verlangt vom Club Fr. 10.- an die Kosten seines neuen Fr. 15.– kostenden Schlägers! Sein altes Racket hätte am ICM-Turnier in Uzwil wegen Regens gelitten. Aus Gründen der Sparsamkeit kann dem Wunsche nicht entsprochen werden.

Die Mitglieder werden in zwei Kategorien aufgeteilt: in „Kämpfernatu- ren“ und „Sportsleute aus Vergnügen“.

Die drei Tennisclubs in der Region zahlen den Balljungen 60 Rappen je Stunde.

Am 14. Juni findet ein Freundschaftsturnier mit dem T.C. Fluntern statt.

Die Saison dauerte 204 Tage, wovon es an 68 regnete (im 1935 nur an 8).

Der Verein befindet sich finanziell in einer schwierigen Lage, da für die Bezahlung der Clubhütte noch Fr. 3’200.- fehlen.

1937

Wegen der schlechten Finanzlage wird der Jahresbeitrag auf Fr. 70.- erhöht, während die Eintrittsgebühr auf Fr. 5.- reduziert wird, um neue Mitglieder zu gewinnen. Der Vorstand muss Schuldscheine übernehmen, um einen Zahlungsbefehl eines Handwerkers abzuweisen.

1938

Mitgliederbestand per 1. März: Fr. 55.-!

Einstellung der Rückzahlungen an die Platzschuld; nur teilweise Begleichung der Darlehenszinsen.

1939

Äusserste Krisensituation in finanzieller Hinsicht. Stadtrat lehnt Hilfegesuch ab. Die Gläubiger müssen um Geduld gebeten werden.

Wegen der Kriegsmobilisation am 2. September Abbruch des Spielbetriebes.

1940

An der Generalversammlung vom 3. Mai wird der Vorstand beauftragt, die Auflösung des Clubs zu prüfen; an einer ausserordentlichen Generalversammlung soll er Vorschläge für eine allfällige Weiterführung unterbreiten.

Mitgliederbestand: 18 Aktive, 11 Passive, 13 Urlauber, 7 Junioren. Kein Spielbetrieb.

Die ausserordentliche Generalversammlung vom 12. Juni beschliesst: Der Club bleibt bestehen, Ablösung der Handwerkerschulden durch Mitglieder, Zinsreduktion von 6 auf 5% und Neubesetzung des Vorstandes.

Carl Wüscher wird Präsident.

1941

Wieder regerer Spielbetrieb, trotzdem weiterhin ungelöste Geldprobleme. Wegen wütender Kinderlähmung kein Freundschaftsturnier gegen T.C. Kreuzlingen. Platzeröffnung erst am 25. Mai, da Frost und Kälte eine zweite Platzinstandstellung erfordern.

Da die Eisen- und Stahlwerke A.-G. (+GF+) das „Niklausenfeld“ mit Wohnhäusern überbauen will, kommt es zu Gesprächen über einen Verkauf der Tennisanlage, obwohl der Pachtvertrag mit der Stadt bis zum Jahre 1953 läuft. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. August im Restaurant Frieden wird mit 20 zu 13 Stimmen der Verkauf der Anlage an die Baugesellschaft Breite (+GF+) beschlossen. Auf einen Schlag sind alle finanziellen Nöte weg; aber der Club besitzt keine eigenen Plätze mehr! Diese können bis zum Baubeginn der Baugesellschaft günstig gemietet werden.

Die Bilanz weist plötzlich ein Vermögen von Fr. 6’527.31 aus, wovon Fr. 5’000.- zurückgestellt werden für drei neue Plätze.

1942-1944

Stetige Festigung des Clubs trotz kriegsbedingten Schwierigkeiten, u.a. Einstellung von Balllieferungen aus dem Ausland (da Gummiprodukt), Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzmaterialien für die Plätze, Ermässigung der Mitgliederbeiträge für Wehrmänner.

Da es an Baumaterialien fehlt, kann die Baugesellschaft Breite die 2. Etappe der Überbauung nicht beginnen, weshalb alle drei Plätze weiterhin benützt werden können.

Der abtretende Präsident, Carl Wüscher, – mit ihm treten auch Trudy Müller-Wüscher als Kassierin und Willy Müller als Spielobmann zurück! – kann ein intaktes Vereinsschiff übergeben. Die Konstanz der letzten drei Jahre beweist die Notwendigkeit der Existenz des Clubs.

C. Wüscher wird zum Ehrenmitglied ernannt.

Vereinbarung vom 8. August 1943 der drei Schaffhauser Tennisclubs, wonach keine Werbetätigkeit mit dem Zweck erfolgen darf, Mitglieder zum Beitritt in einen anderen Club zu bewegen.

1945

Wichtigstes Ereignis: Ende des zweiten Weltkrieges am 9. Mai.

Wahl von Ernst Schneiter als Präsidenten. Am 30. Januar wird die Kantonale Tennis-Vereinigung gegründet; ihr gehören die Clubs Belair, Rhenania und Niklausen an.

1946

Der Club muss sich endgültig nach einem neuen Grundstück umsehen, da das „Niklausenfeld“ von der +GF+ gänzlich mit Wohnhäusern überbaut wird. Mögliche Standort: Emmersberg, Schützenhaus und vor allem Niklausen.

Spielbetrieb lediglich auf dem T.C. Belair und dem T.C. Rhenania stundenweise gemieteten Plätzen.

An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. August erhält der Vorstand von den anwesenden 25 Mitgliedern die Kompetenz, mit dem Stadtrat wegen des angebotenen Landes auf dem Niklausen zu verhandeln.

Die +GF+ erlaubt grosszügigerweise, die Hütte sowie alles noch verwendbare Material mitzunehmen; dies bedeutet immerhin ein Geschenk von ungefähr Fr. 10’000.-!

1947

Die von der Stadt zugesicherten vier Plätze gleichen zu Saisonbeginn gemäss Jahresbericht des Präsidenten „eher einem frisch gepflügten Kartoffelacker“, weshalb nochmals auf die zwei gemieteten Plätze des T.C. Rhenania zurückgegriffen werden muss. Der Stadtrat will die Fertigstellung auf 1949 verschieben, was vom Club nicht angenommen wird.

Es wird eine einfache Gesellschaft „Tennissportfreunde Niklausen“ mit Statuten vom 7. November gegründet mit dem Ziel, das zu erweiternde Garderobehaus zu finanzieren. Diese Gesellschaft nimmt bei einer Schaffhauser Bank einen Kredit von Fr. 6’000.– auf, der durch die Gesellschafter verbürgt wird. Das erweiterte Clubhaus wird ein gelungenes Werk.

1948

Am 30. April wird der Mietvertrag mit der Stadt für das neue Gelände abgeschlossen. Es ist das Grundstück, worauf sich auch heute noch die Plätze des Clubs befinden. Der jährliche Mietzins beträgt Fr. 1’200.-.

Am 2. Mai kann der Club endlich die langersehnte eigene 4-Platzanlage dem Spielbetrieb übergeben.

Erstmals finden Clubmeisterschaften statt. Es wird beschlossen, dass der Club die Bälle zur Verfügung stellt. Die Mitgliederzahl steigt von 87 auf 117.

1949

An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. Juni werden neue Statuten genehmigt; sie ersetzen diejenigen von 1933. Wichtiges Merkmal:

Änderung des Vereinsnamens von Tennis-Sport-Club, Schaffhausen, in den heutigen Namen Tennis-Club Niklausen, Schaffhausen.

Damit will man Verwechslungen mit anderen Sportclubs vermeiden.

Auf unserer Anlage werden erstmals die ostschweizerischen Regional-meisterschaften durchgeführt.

1950

Innere Spannungen führen zu einer ausserordentilchen Generalversammlung, die am 18. August eine Dreierkommission ernennt, welche bis zur nächsten Generalversammlung einen Vorschlag für einen neuen Vorstand zu unterbreiten hat; der bisherige hat gesamthaft seinen Rücktritt eingereicht!

1951

An der Generalversammlung vom 27. Januar übernimmt Eugen Wehrli als Präsident die Vereinsführung; er bringt einen frischen Zug in den etwas „angeschlagenen“ Club. Für den Platzwart werden eine Dienstvorschrift und für den Spielbetrieb Richtlinien ausgegeben. Der Platzwart muss fristlos entlassen werden.

E. Schneiter wird zum Ehrenmitglied ernannt.

1952

Gesuche um Beiträge aus dem Sport-Toto-Fonds werden abgelehnt. Alle drei Clubs erhalten für dieses Jahr eine Sport-Toto-Subvention von Fr. 290.-, oder Fr. 1.- je Spieler, während sich der Kanton vom gleichen Fonds viel Geld für die Renovation eigener Turnhallen auszahlen lässt! Daher energische Démarche unseres Präsidenten mit der Bemerkung, ein Tennisclub sei kein Kapitalistenverein; dies sei längst vorbei!

Anzahl der Tennisspieler in der Schweiz:

  • 1938        4’168 Aktive und 125 Junioren
  • 1952        15’452 Aktive und 2’752 Junioren
  • Ballpreise: Fr. 27.– für 6 Bälle!!

Es wird die Trainingswand zwischen den Plätzen 2 und 4 erstellt.

1953

Besonderes Merkmal: Schlechtwetter-Jahr. Im Spielleiterbericht werden die vielen Übertretungen des Spielreglementes und der Mangel an Interesse für ICM-Mannschaften gerügt.

1954

Die Interclubmannschaft mit den Herren H. Bölsterli, Th. Häberli, J. Hallauer, A. Klemm und W. Müller verliert erst im Halbfinal der Kategorie „C“ knapp gegen T.C. Nyon; anscheindend ist dieses Ereignis mit lustigen Episoden verbunden.

Es darf angenommen werden, dass in diesem Jahr die ersten kantonalen Juniorenmeisterschaften stattgefunden haben.

1955

Die Generalversammlung vom 15. Januar beschliesst den Einbau von Warmwasserduschen. Dieses Vorhaben wird aber vom Vorstand nicht ausgeführt, da die Kosten wesentlich höher als bewilligt gekommen wären.

1956

Die Generalversammlung beschliesst, die Warmwasserduschen endgültig einzurichten, weil nun ein genauer Kostenvoranschlag vorgelegt werden kann und aus dem Sport-Toto-Fonds 30% zugesagt werden.

1957

Dem TCN geht es finanziell wieder gut, da er auch noch die letzte Rate des im 1947 für den Clubhauserweiterungsbau aufgenommenen Darlehens zurückzahlen kann.

Die Generalversammlung vom 19. Januar beschliesst, die Mtigliederzahl auf 75 Aktive und 25 Junioren zu beschränken und eine Warteliste zu erstellen.

1958

Nach 7jähriger Amtszeit wird Eugen Wehrli als Präsident von Albert Eisenring abgelöst.

Die Plätze 3 und 4 werden von Grund auf neu erstellt.

1959

Mitglied Heinz Widmer erarbeitet im Dezember eine Projektskizze für die Vergrösserung des im Jahre 1947 ebenfalls vesetzten Clubhauses. An der Generalversammlung vom 17. Januar beschliessen die Mitglieder den Ausbau für Fr. 12’310.-; die Bauabrechnung lautet nachher auf Fr. 12’007.90! Die Finanzierung erfolgt durch Anteilscheine, verzinslich zu 4%.

Am 1. August wird der Umbau gebührend gefeiert, und zwar unter dem Motto „25 Jahr Spielbetrieb auf dem Niklausen“.

1960

In diesem Jahr geschieht nichts Aussergewöhnliches.

1961

An der Generalversammlung vom 14. Januar übernimmt Heinz Widmer die Führung des Clubs. Das Clubvermögen ist am 31. Dezember Fr. 7’099.25.

1962

Zur Erinnerung an die Gründung des Clubs vor 30 Jahren findet am 29. September im Restaurant Schützenhaus ein Jubiläumsabend statt (Kosten inkl. Nachtessen Fr. 6.-!).

1963

Die Generalversammlung beschliesst am 12. Januar, dass der jeweilige Juniorenleiter dem Vorstand ebenfalls anzugehören hat, um dem bis anhin stiefmütterlich behandelten Juniorenwesen mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Willy Müller übernimmt spontan diesen Posten. Es wird auch beschlossen, dem jeweiligen Kassier den Jahresbeitrag zu erlassen.

Wegen des anhaltenden Andrangs zum Tennissport muss erneut eine Warteliste erstellt werden, da mehr als 100 Aktive für vier Plätze zu viel seien.

1964

Fritz Strohmeier löst H. Widmer als Präsident ab.

Acht ICM-Mannschaften werden gemeldet, was neben zwei Zürcher Stadtclubs die höchste Meldezahl in der Ostschweiz ist.

Es wird eine ausserordentliche Generalversammlung auf den 28. September einberufen, da der intensive Spielbetrieb und die allgemeine Teuerung zu einem finanziellen Engpass geführt haben; auch wurde an der Generalversammlung anfangs Jahr der Aktiv-Paarbeitrag reduziert. Die vorgesehene Einrichtung der elektrischen!! Beleuchtung im Clubhaus kann daher nicht vorgenommen werden. Auf zwei neue Plastiklinien muss ebenfalls verzichtet werden.

Die ausserordentliche Generalversammlung beschliesst die Erhöhung der Maximal-Spielerzahl auf 120 (inkl. Junioren) und legt die Jahres- beiträge für 1965 wie folgt fest: Aktive Einzel Fr. 120.-, Aktive Ehe- paare Fr. 180.-, Junioren Fr. 55.-, Eintrittsgebühr Fr. 120.- für Einzel- und Fr. 180.- für Paar-Mitglieder. Sodann soll die Urlauberzahl von 60 massiv reduziert werden; dieses Problem wird die eingesetzte Statuten-Revisions-Kommission angehen. Zur Deckung des Defizites darf der Vorstand ein Darlehen von Fr. 3’000.- aufnehmen.

1965

Das Clubhaus bekommt endlich seine elektrische Beleuchtung; Kosten Fr. 3’000.-.

Da viele neue Mitglieder eintreten, verbessert sich die finanzielle Lage des Clubs spürbar.

1966

Ausser dass einige Mitglieder wegen anscheinend übermässig starker Belegung der Plätze abends nach einer Flutlichtanlage rufen, geschieht in diesem Jahr nichts Besonderes.

1967

An der Generalversammlung vom 17. Februar wird bekannt gegeben, dass der Club keine Schulden mehr hat.

Da eine Platzbeleuchtung Fr. 16’000.- kosten würde, beschliesst die Generalversammlung die Rückstellung dieses Wunsches.

Die TCN-Senioren erkämpfen in der ICM den Titel eines Ostschweizer-Seniorenmeisters.

Es werden neue Statuten geschaffen.

1968

An der Generalversammlung vom 19. Januar führt eine beantragte Jahresbeitragserhöhung von Fr. 15.- zu einer heftigen Diskussion, die nur durch den Stichentscheid des Präsidenten angenommen wird.

Für die Junioren wird eine Trainer verpflichtet, wobei zulasten der Clubrechnung Fr. 750.- gehen dürfen.

Dieses Jahr geht nicht als „bewegtes“ in die Clubgeschichte ein. Die Senioren werden erneut Ostschweizermeister.

Trainer Imre Fanscy erteilt erstmals Lektionen in unserem Club.

1969

Die Generalversammlung vom 21. Februar beschliesst den Bau einer Beleuchtungsanlage auf den Plätzen 1 und 2. Die Finanzierung erfolgt durch Erhöhung der Aktivmitgliederzahl von 100 auf 110 und der Eintrittsgebühr auf Fr. 200.- sowie einen à-fonds-perdu-Beitrag von Fr. 50.-; auch die Jahresbeiträge werden angehoben. Die Beleuchtung kostet Fr. 15’547.35, wovon der Sport-Toto-Fonds Fr. 2’876.25 übernimmt.

1970

Die Generalversammlung vom 9. Januar überträgt Kurt Güdel das Amt des Präsidenten.

Um neue Anschaffungen, wie Walze, Abblendtücher usw. zu finanzieren, wird der Ehepaar-Rabatt bei den Jahresbeiträgen aufgehoben.

Zum 3. Mal nach 1967 und 1968 werden die Senioren Ostschweizer Seniorenmeister.

„Die Senioren des TC Niklausen wurden nach 1967 und 1968 zum drittenmal Ostschweizer Meister. Nach Siegen über die Tennis-Clubs Bankgesellschaft I und II, FC Winterthur, Pfäffikon ZH, Fairplay ZH und Chur wurde im Final der Tennis-Club Frauenfeld 6:1 geschlagen. Die siegreiche Mannschaft: F. Stohmeier, W. Luginbühl, W. Müller, R. Bienz, H. Hämmerli und F. Erzberger.

Am 7. November 1971 findet in der sehr originell dekorierten „Rhein- mühle“ in Büsingen der traditionelle TCN-Ball statt. Nicht weniger als 140 (!!) Personen begehren Eintritt zu diesem Anlass, der in bester Erinnerung bleibt.

Um die Mitglieder besser über das Clubgeschehen zu informieren, redigiert der Präsident am 1. März die 1. Ausgabe der „Club- Nachrichten“, die ungefähr viermal im Jahr erscheinen soll.

1971

Die Generalversammlung vom 19. Februar beschliesst, dass zuküftig je Platz 4 Bälle (bisher 3) herauszugeben und die Kassiere von der Beitragsbeleistung nicht mehr befreit sind. Der Präsident gibt den Mitgliedern folgende Zielsetzungen für den Club bis im Jahre 1975 zum Überdenken: Errichtung einer Trainingswand ausserhalb der 4 Plätze, Ausbau der Beleuchtung, Gestaltung eines Kinderspielplatzes sowie Ausbau oder Renovation des Clubhauses. Es wird eine Kommission bestimmt, die zuhanden einer ausserordentlichen Generalversammlung Pläne und Finanzierungsmöglichkeiten vorlegen soll.

Für die Damen bringt dieses Interclubjahr einen Grosserfolg: M. Bienz, F. Dreier, A. Hallauer, A. Schmuki und B. Wanner erkämpfen den Aufstieg in die 1. Liga.

Die Senioren erringen den 4. Ostschweizer Titel in der ICM.

Die Baukommssion unter der Leitung von Präsident Kurt Güdel stellt bei der ausserordentlichen Generalversammlung vom 22. Oktober im Hotel Kronenhof die Projekte vor. Die Meinungen darüber, was realisitert werden soll, sind grösstenteils schon vor dieser interessanten Versammlung gemacht. Zur Ausführung bewilligt werden: Ausbau der Beleuchtung, Bau einer doppelseitig bespielbaren Trainingswand und Gestaltung eines Kinderspielplatzes. Die Versammlung bewilligt für diese drei Projekte einen Baukredit von Fr. 30’000.–. Der vorgeschlagene Umbau und die Erweiterung des Clubhauses für Fr. 55’400.- werden mit 34 Nein zu 20 Ja und 3 Enthaltungen abgelehnt. Eine neue Baukommission soll eine billigere Variante bis zur nächsten Generalversammlung ausarbeiten.

Dieses negative Abstimmungsresultat wird nicht von allen gleich gut „verdaut“, weshalb das Clubklima für einige Zeit darunter leidet. Ziemlich hart stellt der Präsident in seinem Jahresbericht fest: „Im TCN gibt es zu viele Egoisten, welche im Club nur Mittel zum Zweck der rücksichtslosesten Befriedigung ihrer Spielbedürfnisse sehen.“

1972

An der Generalversammlung vom 21. Januar wird beschlossen, dass das „Minimalprojekt“ für den Umbau des Clubhauses aus Zeitgründen erst an einer späteren Generalversammlung vorgelegt werden soll.

Vom 1. Januar an muss der Stadt als Mietzins jährlich Fr. 1’500.- (seit 1948 Fr. 1’200.-) bezahlt werden.

Da die Warteliste 22 Namen enthält, ist die Werbung neuer Mitglieder zu vernachlässigen.

Im Frühjahr können die im Vorjahr beschlossene Trainingswand, die verbesserte Platzbeleuchtung und der Kinderspielplatz dem Betrieb übergeben werden. Alles kostet Fr. 36’558.55, abzüglich Fr. 2’971.- aus dem Sport-Toto-Fonds.

Die Clubmeisterschaften werden erstmals in Stärkekategorien unterteilt.

1973

Die Generalversammlung vom 23. Februar beschliesst die Anschaffung einer Ballwurfmaschine und dass Kinder vom 10. Altersjahr an Junioren-Mitglied werden können.

Versuchweise wird für diese Saison die Spielzeit für ein Einzel auf 45 Minuten (Doppel ebenfalls 45 Minuten) erhöht; im Jahre 1974 wird zur alten Regelung zurückgekehrt.

28 Bewerber stehen auf der Warteliste.

In einer grossangelegten schriftlichen Umfrage verschafft sich der Präsident einen Überblick über die verschiedenen Wünsche der Mitglieder bereffend den Spielbetrieb und das Clubleben.

1974

An der Generalversammlung vom 28. Januar erhält eine Studienkommission unter der Leitung von Albert Netzhammer den Auftrag, einen Fragenkatalog betreffend der Neugestaltung des Clubhauses auszuarbeiten und zu beantworten.

Die Warteliste muss gesperrt werden, da über 30 Gesuche vorliegen!

Der Präsident bedauert in seinem Jahresbericht, dass der Clubgeist, wofür der TCN von anderen Clubs beneidet wurde, im 1974 nachlasse; dies, obwohl viele Anlässe organisiert werden. Er fordert die Mitglieder auf, Idealismus vor Egoismus zu stellen.

1975

Dieses Clubjahr wird als „Jahr der Taten“ bezeichnet.

Die Generalversammlung vom 24. Januar beschliesst: Die Maximal-Mitgliederzahl wird auf 160 erhöht; es wird eine Eintrittsgebühr für Junioren eingeführt, die vor dem Übertritt zu den Aktiven erst kurze Zeit Mitglied sind.

Gut dokumentiert nehmen die Mitglieder an einer ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. Oktober teil; 83 stimmberechtigte Aktive haben über den von der Studienkommission und dem Vorstand vorgeschlagenen Clubhaus-Neubau zu befinden. Sie tun dies in überzeugender Art: 77 Ja stehen 0 Nein und 6 Enthaltungen gegenüber. Die Weichen für eine langjährige gedeihliche Clubentwicklung sind gelegt. Die Finanzierung soll so erfolgen: Aufnahme einer 1. Hypothek, je Mitglied obligatorisch 1 Anteilschein à Fr. 200.-, Abgabe von freiwilligen Zeichnungsscheinen, Erhöhung des Jahresbeitrages um Fr. 45.-, Restfinanzierung durch Bankkredit.

Die Baukommission besteht aus J. Hallauer (Vorsitz), Frau S. Netzhammer, W. Ritter, H. Widmer und H. Wolf. Sie hält insgesamt 14 Sitzungen ab.

Der Club steht per 31. Dezember schuldenfrei da.

1976

Ein Vorstoss an der Generalversammlung vom 23. Januar für den Bau eines 5. Platzes wird als Wunsch für die Zukunft zur Kenntnis genommen.

Die Herren-Mannschaft steigt im Interclub in die 2. Liga auf.

Vom 24. – 27. Juni weilt eine 30-köpfige TCN-Gesellschaft in London. Initiant und Organisator ist Karl Schmuki – Gastgeber ist der Midland Bank Lawn Tennis Club. Am Freitag wird das Wimbledon-Turnier besucht, wo jeder während mindestens 1 Stunde die Gelegenheit erhält, auf dem „heiligen“ Center-Court den Tennisstars zuzuschauen. Abends findet ein gemeinsames Nachtessen im ehrwürdigen „Anchor“ an der Themse statt. Das Freundschaftsturnier am Samstag bleibt unvergesslich: erstens spielt man erstmals auf gepflegten Rasenplätzen und zweitens geschieht das bei einer „Jahrhundert-Hitze“ von 36°C im Schatten! Das leichte Englischbier quoll nur so die Kehlen herunter. In einer wunderschönen Ambiance vor dem prächtigen Clubhaus wird am Abend eine grossartige Party abgehalten. Der Sonntag wird für die Besuche der Sehenswürdigkeiten genutzt; todmüde landet die Gesellschaft am Montagmorgen um 02.00 Uhr auf dem Flugplatz in Basel!

Bis jetzt sind freiwillig für Fr. 70’400.- Anteilscheine gezeichnet worden, was als Riesenerfolg zu werten ist. Der Voranschlag für den Clubhaus- Neubau rechnet mit Baukosten von Fr. 177’000.-.

Am 18. Oktober wird mit dem Abbruch des Clubhauses begonnen.

Die Stadt überweist Fr. 8’000.- als Beitrag an die Baukosten.

1977

Der Vorstand erhält an der Generalsversammlung vom 28. Januar die Vollmacht, gegen Mitglieder, die mit einem anderen Club die Interclub-Spiele bestreiten, in gewissen Fällen Massnahmen zu ergreifen (z.B. Nichtzulassung zu den Clubmeisterschaften, erschwerte Rückkehr zu TCN ICM-Teams). Man hofft damit, dem überhandnehmenden Abwerben guter Spieler einen Riegel zu schieben.

Die Maximal-Mitgliederzahl von 160 wird beibehalten.

Am 9. April ist Saisoneröffnung, wobei erstmals das neue Clubhaus benützt werden kann.

Am 13. August findet eine Einweihungsfeier auf der Clubanlage statt; unter den ungefähr 170 Teilnehmern befinden sich neben vielen Clubmitgliedern auch Eingeladene von befreundeten Tennisclubs, städtische und kantonale Behördenmitglieder sowie ein Pressevertreter. Es wird ein denkwürdiges Fest.

Das Clubhaus hat gekostet:

350! Gäste werden während des Jahres von TCN-Mitgliedern auf unsere Plätze eingeladen; welche Anziehungskraft doch das neue Clubhaus ausstrahlt!

Sportlich gesehen gibt es wenig Gutes: nur die Damen 2. Liga- Mannschaft steigt nicht ab!

Frau und Herr Hofstetter, die während der letzten 10 Jahre das Platzwartamt zur vollen Zufriedenheit ausgeübt haben, treten am Jahresende leider zurück.

1978

An der Generalversammlung vom 27. Januar wird der Vorstand von 50 Mitgliedern beauftragt, an der nächsten Generalversammlung Pläne und Zahlen für die Realisierung eines 5. Platzes vorzulegen. Der nasse Sommer macht deutlich, dass die vier bestehenden Plätze zu sanieren sind.

Am 9. März wird der mit der Stadt beschlossene 30 Jahre laufende Baurechtsvertrag beurkundet. Der vereinbarte Baurechtszins wird Ende dieses Jahres von der Stadt für die Zukunft grosszügigerweise auf jährlich Fr. 300.– reduziert.

Eine nur aus Junioren bestehende Mannschaft nimmt erstmals am offiziellen Interclub-Wettbewerb teil; J. Hallauer ist deren Coach.

Vom 7. – 11. September sind unsere Freunde vom Midland Bank Lawn Tennis-Club unsere Gäste. Alle 27 Briten werden bei TCN-Leuten un-tergebracht; das Zusammentreffen ist sicher als einer der Höhepunkte des gesellschaftlichen Teils im TCN zu bezeichnen. Wie rührend war doch die Abschiedsszene am Montagmorgen auf dem Herrenacker.

In diesem Jahr sind Trudy und Willy Müller-Wüscher 40 oder mehr Jahre Aktiv-Mitglieder des Clubs; an der Generalversammlung werden sie dafür mit Geschenken überrascht.

1979

Am 12. Januar leitet K. Guedel letztmals die Mitgliederversammlung. Seine 15jährige Vorstandstätigkeit, wovon 9 Jahre als Präsident, in der er für den Club viel geleistet hat, werden gebührend verdankt und als Zeichen der Wertschätzung erhält er eine Armbanduhr.

Als Nachfolger im Präsidentenamt wird Karl Schmuki bestimmt.

An der gleichen Generalversammlung wird der Bau eines 5. Platzes sowie die Totalüberholung der bestehenden Plätze beschlossen. Gleichzeitig werden die Maximal-Aktiv-Mitgliederzahl auf 200 und der Aktivbeitrag auf Fr. 245.- erhöht.

20 neue Aktiv-Mitglieder werden aufgenommen. Anzahl Mitglieder: 168 Aktive, 48 Junioren, 17 Urlauber und 39 Passive.

1980

An der Generalversammlung vom 10. Januar haben die Mitglieder von wesentlich höheren Kosten als veranschlagt für den Bau des 5. Platzes Kenntnis zu nehmen. Verursacht wurden diese Mehrkosten in erster Linie durch den nicht geplanten Bau einer Stützmauer, den Einbau der Sitzstufen, der Neugestaltung des Kinderspielplatzes und nicht zuletzt deshalb, weil die Berechnungsgrundlagen der Platzbaufirma falsch waren. Die Generalversammlung gibt trotzdem grünes Licht fürs Weitermachen. Die Finanzierung wird geregelt durch Zeichnung von Anteilscheinen und Aufnahme von Hypotheken.

Verworfen wird der zur Diskussion gestellte Ausbau der Platzbeleuchtung.

Wiederum können 20 neue Aktiv-Mitglieder aufgenommen werden.

Mitte April werden der 5. Platz und die sanierten Plätze 1 – 4 zum Spielen freigegeben.

1981

An der Generalversammlung vom 23. Januar wird bekannt gegeben, dass die Sanierung der Plätze 1 – 4, der Bau des 5. Platzes, der Kinderspielplatz, die die Trainingswand auffangende Stützmauer, die Sitzstufen und die Umgebungsarbeiten insgesamt Fr. 362’011.30 gekostet haben. Der Sport-Toto-Beitrag ist Fr. 30’000.-.

Die Verbesserungen der ungenügenden Duschverhältnisse wird auf das nächste Jahr verschoben; dafür wird die Erstellung einer dringend nötigen Wasserrinne entlang des gedeckten Sitzplatzes beschlossen.

Alle seinerzeit ausgegebenen 6%-igen Anteilscheine werden zurückbezahlt.

Die überarbeiteten Statuten werden genehmigt und mit Datum vom 8. April neu gedruckt.

Im Frühjahr wird der Clubraum von emsigen Mitgliederhänden neu gestrichen! Es treten 15 neue Aktiv-Mitglieder in den Club ein.

Im Mai erscheint die 50. Ausgabe der „Club-Nachrichten“.

Nach einem langjährigen Unterbruch findet auf unserer Anlage am 4. Juli wieder einmal ein Freundschaftsturnier mit dem T.C. Belair statt; es ist ein sehr vergnüglicher Tag.

Die Datenverarbeitung hält Einzug beim Schweizerischen Tennisverband. Jeder Turnierspieler besitzt von nun an eine Lizenz. Das Verbands-Abrechnungswesen mit den Vereinen wird dadurch vereinfacht. In der Schweiz sind jetzt 158’384 Personen Aktiv-Mitglieder von Tennisclubs, verteilt auf 2819 Plätzen ergebend 56.2 Personen je Tenniscourt.

Mitgliederbestand des TCN am Jahresende:

  • 1 Ehrenmitglied (Carl Wüscher)
  • 187 Aktive
  • 48 Junioren
  • 19 Urlauber
  • 38 Passive

Trotz einer Hypotheken-Amortisation von Fr. 7’500.– ergibt das Jahr einen Reingewinn von Fr. 536.85.

1982

An der Generalversammlung vom 22. Januar wird die Sanierung der Duschen beschlossen. Die Maximal-Spielerzahl der Aktiven wird auf 200 belassen.

Die Jahresbeiträge sind:

  • 300.- Aktive
  • 180.- Lehrlinge/Studenten
  • 140.- Junioren
  • 110.- Urlauber
  • 20.- Passive
  • 15.- Kästchenmiete
  • 6.- je Stunde je Platz Beleuchtungsgebühr

Es werden 12 neue Mitglieder aufgenommen.

Bei Saisonbeginn weht eine neu kreierte Clubfahne auf dem Gelände. Die Flutlichtanlage wird saniert.

Der STV führt neue Seniorenaltersklassen ein; ab 35 ist man schon Tennis-Senior!

Vom 7. – 27. Juni führt unser Club die Schaffhauser Tennismeisterschaften und die Schaffhauser D-Meisterschaften durch. Diese Anlässe sind sonst auf 2 Clubs verteilt; wir wagen unseres Jubiläums wegen diese grössten je in der Region Schaffhausen abgehaltenen Tennismeisterschaften (384 Teilnehmer). Dank dem Einsatz vieler Clubmitglieder (ungefähr 80!) verläuft alles zur vollsten Zufriedenheit. Auch die Clubfinanzen profitieren davon.

Der 11. September wird zum Freudentag. Der TCN lädt alle Mitglieder und verschiedene Gäste zur Jubiläumsfeier „50 Jahre Tennis-Club Niklausen“ ein.

1983

Die Eintrittsgebühr von Fr. 500.– wird beibehalten. Clubmitglieder spenden eine Holzdecke für den Clubraum. Durchführung eines Skiwochenendes in Elm. Der Montagskurs für Anfänger und Fast-Fortgeschrittene unter der bewährten Leitung von Jacques Hallauer ist wiederum sehr gut besucht. Ein Familienausflug erfreut 60 Teilnehmer und der Chlausabend in der Beringer Randenhütte schliesst ein tolles Vereinsjahr ab (in diesem Jahr sind auch die Wetterbedingungen fantastisch). Die Schaffhauser Tennis-Vereinigung beschliesst die Verlängerung der Einspielzeit bei den STM von fünf auf zehn Minuten (heute wieder fünf Minuten!). Die Auswahl von neuen Stühlen für den Clubraum sorgt für Heiterkeit.

1984

Verregnete Tennissaison. Erhöhung des Jahresbeitrages von Fr. 300.– auf Fr. 350.–, damit alle Annehmlichkeiten wie Club-Bälle, Platzwart etc. beibehalten werden können und die hohe Hypothekarbelastung weiter abgebaut wird.

1985

Neues Reglement für Ranglistenspiele. Die schlechte Ballqualität wird beanstandet.

1986

Abschaffung der Club-Bälle. Aufstieg der Herrenmannschaft und der ersten Seniorenmannschaft in die erste Liga. Grosse Teilnehmerzahl bei der traditionellen Bettagswanderung.

1987

Die Eintrittsgebühr wird stark reduziert. Neues Platzwart-Ehepaar beginnt seine Arbeit. Viele Interclubspiele müssen wegen des garstigen Wetters verschoben werden. Der Frondienst von Clubmitgliedern bei der Platzinstandstellung funktioniert erneut bestens.

1988

Die Beleuchtungsgebühr wird abgeschafft. In jeder Hinsicht erfolgreiche Organisation der Schaffhauser D-Meisterschaften und der kantonalen Meisterschaften vom 6. bis zum 26. Juni. Neues Spiel- und Platzreglement tritt in Kraft. Wiederum wunderbares Sommernachtsfest (Sonafe).

1989

Einführung eines neuen Klassierungssystems durch SWISS TENNIS. Erstmals wird eine Frau Präsidentin (Christine Ungricht) von SWISS TENNIS. Zwei Mal wird versucht, in unser Clubhaus einzubrechen. Mitgliederzahl und finanzielle Lage entwickeln sich positiv.

1990

Zwei Mitglieder des TCN (Joachim Corbach und Peter Rüegsegger) spielen bei den Schaffhauser Tennis-Meisterschaften den Herren-offen-Final; Sieger: Peter Rüegsegger.

1991

Mit Ute Diem haben wir erstmals in der Clubgeschichte eine Frau Präsidentin.

1992

Wegen seiner Verdienste und der 50-jährigen Mitgliedschaft im Club wird Jacques Hallauer zum Ehrenmitglied ernannt. Nach heftiger Diskussion an der GV wird über ein Projekt für eine Totalsanierung aller fünf Plätze nicht abgestimmt. Der Vorstand erhält den Auftrag, bei der nächsten GV zusätzliche Ideen vorzulegen. Dafür wird eine erweiterte Platzinstandstellung beschlossen. Erhöhung der Beiträge um 10 %, die in den Fonds „Platzsanierung“ fliessen.

1993

Auf etwas unübliche Art wird schliesslich doch noch ein Spielleiterteam gefunden. Gemeinsam mit dem TC Herlbingen führen wir vom 20. August bis zum 5. September die Schaffhauser Tennis-Meisterschaften durch. Auch das diesjährige „Niklausenturnier“ findet eine gute Resonanz. Ein Problem tritt immer mehr in den Vordergrund: sinkende Mitgliederzahlen – ein Phänomen, das nicht nur unseren Club betrifft. Die Ursachen sind mannigfaltig.

1994

Im Rahmen des Projektes „TCN 2000 plus“ bearbeiten Projektgruppen die Themen Leitbild „Mitgliedererhaltung und Mitgliederwerbung“.

1995

Engagiert wird an der GV der Antrag diskutiert, Frondienst leistende Mitglieder finanziell zu entschädigen. Dafür will die GV aber keinen höheren Mitgliederbeitrag erheben. Zwei Drittel der Mitglieder füllen den Fragebogen „TCN 2000 plus“ aus! Erste Erkenntnisse fliessen in das Clubleben ein. Eine Kommission erhält die Aufgabe, ein Konzept für eine generelle Sanierung des Clubhauses und der Plätze auszuarbeiten.

1996

Mangels Beteiligung muss der 1.-August-Brunch abgesagt werden. Am 26. November Infoveranstaltung für die Diskussion betreffend verschiedener Sanierungsvorschläge.

1997

An der GV kann das vakante Präsidentenamt nicht besetzt werden – ein Zeichen der Zeit: Ehrenamtlicher Tätigkeit wird leider oft aus fadenscheinigen Gründen ausgewichen! Ein Quartett erhält den Auftrag, bis Ende des Jahres eine Präsidentin oder einen Präsidenten zu finden. Die Eintrittsgebühr wird abgeschafft. Im April erscheint die 100. Ausgabe der „Club-Nachrichten“. Erstmals werden die Plätze im Frühjahr von der Bündner Joseph Tennisplatzbau AG instand gestellt. Da die Firma bis heute hervorragende Arbeit leistet, können sich die Plätze vom ehemals schlechten Zustand erholen. Viele ältere Mitglieder treffen sich erstmals jeden Mittwochmorgen zu Doppelspiel und Kaffeepause; auch im 2014 ist der „Senioren-Treff“ noch immer sehr beliebt.

1998

Ein Präsident wird gefunden. Auch alle übrigen Ämter können besetzt werden. In den darauf folgenden Jahren gibt es wenige Wechsel im Vorstand. Wegen diverser Diebstähle muss ein neues Türschliessystem eingebaut werden. Die Seniorinnen spielen im Interclub erstmals in der Nationalliga C.

1999

Erweiterung der Damengarderobe und Reparatur von Duschleitungen. Aus Sicherheitsgründen fällen von zwei Bäumen. Mehr Juniorinnen und Junioren.

2000

Dank einer guten Organisation, ausserordentlichem Wetterglück und grossem Einsatz der 100 bis 120 Helferinnen und Helfer werden die vom TCN vom 11. bis 27. August durchgeführten Schaffhauser Tennis-Meisterschaften zu einem denkwürdigen Anlass, natürlich auch in finanzieller Hinsicht.

2001

Die GV beschliesst eine Statutenänderung betreffend die Haftung der Mitglieder. Diese könnten nur noch bis zur Höhe des Jahresbeitrages, der in den Statuten steht, belangt werden. Der Boden vor der Trainingswand wird saniert (der Belag ist durch Baumwurzeln deformiert worden).

2002

Undichte Gasleitungen im Clubhaus werden repariert. Einmal mehr wird im Clubhaus eingebrochen, allerdings mit kleiner Schadenfolge.

2003

Das Ranglistenturnier erhält eine neue Organisationsform (pyramidenförmig). Es finden weiterhin Doppelabende und Einsteigerkurse statt. Plauschtrainings im Rahmen des „FerienSpasses“ stossen auf grosses Interesse. Schwarzes Jahr im Interclub: Drei Teams schaffen den Ligaerhalt nicht! Dieter Forster ist wie bisher unser Club-Tennislehrer.

2004

Erneut sind keinen Mutationen im Vorstand zu verzeichnen. Der Neumitglieder-Apéro ist gut besucht. Die morsch gewordene Umzäunung aus Holz wird durch einen neuen Gitterzaun ersetzt. Auch an der diesjährigen GV werden Mitglieder geehrt, die seit 40 Jahren dem Club angehören. Ein Team von jüngeren Mitgliedern organisiert erstmals das offizelle „Doppel Masters im TC Niklausen“, und zwar mit viel Erfolg. Unter www.tcniklausen.ch informiert der TCN seit diesem Jahr aktiv über das Clubgeschehen.

2005

Unveränderter Vorstand. Am 5. August findet ein schönes Treffen der ehemaligen Präsidentin/Präsidenten des TCN statt. Das Doppel Masters ist auch dieses Jahr sportlich ein Erfolg.

2006

Am 17. August wird bei einer sehr gut besuchten ausserordentlichen GV mit nur einer Gegenstimme beschlossen, die Plätze 3 und 4 mit einer Flutlichtanlage zu versehen. Ausgelöst wurde das Ganze durch ein Occasionsangebot und die von uns im 2007 durchzuführenden SHTM 07. Auch herrscht vor allem unter den jüngeren Clubmitgliedern eine gewisse Aufbruchstimmung. Der Tennissport erobert sich an andere Sportarten verlorenes Terrain zurück. Die Nettokosten für die neue Beleuchtung dürften Fr. 35’000.– betragen. Finanziell lässt sich die Investition gut verkraften. Der Kurs im Rahmen des „FerienSpasses“ ist ausgebucht. Das Doppel Masters verzeichnet einen Teilnehmerrekord. Im Oktober erscheinen die 133. „Club-Nachrichten“ (neu: „Clubnews“). Der Chlausabend rundet ein harmonisch verlaufe- nes Vereinsjahr ab.

2007

Neben den üblichen Traktanden an der GV interessieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem die Ausführungen betreffend die interne Jubiläumsfeier vom 30. Juni und der Stand der Vorarbeiten für die Schaffhauser Tennis-Meisterschaften, die der TCN vom 17. August bis zum 2. September 2007 auf seiner Anlage durchführt. Im März/April wird die Flutlichtanlage auf den Plätzen 3 und 4 erstellt. Der 5. Platz bleibt weiterhin ohne Kunstlicht. Seit 1992 sind die Aktiv- Mitglieder-Beiträge unverändert. 66 Teilnehmer haben am Jubliäumsanlass teilgenommen. Die Schaffhauser Tennismeisterschaften waren wiederum wettertechnisch wie auch finanziell ein Riesenerfolg.

2008

An der GV wurden zwei längjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet. Erfreulicherweise konnten beide Ämter wieder neu besetzt werden. Karl Schmuki wurde aufgrund seiner Verdienste um den TCN zum Ehrenmitglied ernannt! Die physischen Lizenzen werden von SWISS TENNIS abgeschafft und sind nur noch online abrufbar. Das Doppel Masters wird bereits zum fünften Mal ausgetragen. Der TCN wird in der Tennis- zeitschrift SMASH vorgestellt. Es wird eine Arbeitsgruppe „Clubhaussanierung“ gegründet.

2009

Der Vorstand bleibt gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Verlängerung des Baurechtsvertrags wurde schriftlich bestätigt, muss nun aber noch vom Stadtrat genehmigt werden. Die geplante Clubhaussanierung darf keine Erhöhung der Mitgliederbeiträge zur Folge haben. Nachdem die Seniorinnen im letzten Jahr in die 1. Liga abgestiegen sind, haben sie in diesem Jahr den Wiederaufstieg in die Nati C geschafft! Das Doppel Masters steht auch dieses Jahr auf dem Programm.

2010

Keine Veränderung im Vorstand. Am 16. März wird der bestehende Baurechtsvertrag (Vertragsdauer bis 31.12.2013) vorzeitig um 45 Jahre verlängert und dauert nun bis 31.12.2058! Das Doppel Masters musste mangels Teilnehmer abgesagt werden. Die Arbeitsgruppe „SHTM“ wird von Karl Schmuki gebildet. Der TCN wird im 2011 die SHTM erneut durchführen und das neu ausgearbeitete Konzept von 11 statt 17 Spieltagen gleich austesten. Das OK ist bereits gebildet. Projektgruppe „Clubhaussanierung“ hat einen Architekten beigezogen und Finanzierungsmöglichkeiten werden geprüft.

2011

Diverse Änderungen im Vorstand: Unser langjähriger Präsident (14 Jahre) Marc Ess tritt nach 19-jähriger Vorstandsmitarbeit zurück. Auch die langjährige Aktuarin (14 Jahre) Susan Müller legt ihr Amt nieder. Neuer Präsident wird Guido Maegerle. Susanne Roth Textor wechselt von der Juniorenleiterin zur Aktuarin und Alex Kessenich wird neuer Juniorenleiter. Die GV beschliesst nach längerer Diskussion, das Clubhaus wie vom Vorstand vorgeschlagen, zu erweitern. Der Umbau soll nach der Saison gestartet werden. Die Interclubmeisterschaft feiert sein 100-jähriges Jubiläum. Unsere Homepage wird einem Facelifting unterzogen. Der TCN ist erneut Organisator der SHTM – wiederum unter der Federführung unseres routinierten OK-Präsidenten, Karl Schmuki (dies sind seine 3. SHTM innerhalb von 11 Jahren). Das Wetterglück ist erneut auf unserer Seite, der neue Modus (11 statt 17 Turniertage) ist ebenfalls erfolgreich und die Finanzen stimmen auch, trotz der verkürzten Dauer. Ende Oktober wird mit dem Clubhaus- Umbau begonnen.

2012

Die GV findet erstmals im Restaurant Güterhof statt (vorher Hotel Bahnhof). Es wird über den erfolgreichen Abschluss der SHTM 2011 sowie den aktuellen Stand des Clubhaus-Umbaus berichtet. Die beantragte Sanierung des Clubhausdaches wird einstimmig angenommen. Im Anschluss ans traditionelle Eröffnungsspielen wird ein Clubhaus-Einweihungs-Apéro durchgeführt. Neu gilt ein Rauchverbot im Clubhaus. Unsere Seniorinnen sind im Interclub sehr erfolgreich und steigen erstmals in die Nationalliga B auf!

Die Kosten für den Clubhausumbau setzen sich wie folgt zusammen:

2013

An der GV wird ein neuer Platzchef gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder stellen sich ein weiteres Jahr zur Verfügung. Die IC-Meisterschaften sind von schlechtem Wetter und Verschiebungen geprägt. Unsere Seniorinnen verlieren in der Abstiegsrunde knapp und werden nächstes Jahr wieder in der Nati C spielen. An 4 Abenden über die Saison verteilt wird ein Doppelplauschanlass durchgeführt. Dieser wird sowohl von den Einsteigern wie auch langjährigen Mitgliedern gut besucht. Nach dreijähriger Pause wird das Doppel Masters wieder durchgeführt.

2014

An der GV wird ein neuer Spielleiter gewählt. Nach längerer Diskussion wird über einen Mitgliederantrag abgestimmt (30 Ja, 7 Nein, 2 Enthaltungen): unser Clubhaus wird mit einer Lounge-Ecke ausgestattet. Die Tennissaison kann ausserordentlich früh gestartet werden: Der Platzchef gibt die Plätze bereits am 2. April zum Spielen frei. Unsere Seniorinnen sind wieder in die Nati B aufgestiegen! Der Baurechtszins beträgt neu jährlich Fr. 1’200.00 (bis anhin Fr. 300.00). Das Doppel Masters wird wiederum erfolgreich durchgeführt. Der Sommer ist ziemlich verregnet, doch man kann bis am 2. November draussen spielen – dann wird die Anlage „winterfest“ gemacht.

2015

An der GV wird eine neue Juniorenleiterin gewählt. Die Plätze sind sehr früh bereit. Leider kommt danach eine Regenphase und nach dem 1. Interclubwochenende müssen die Plätze gesperrt, und der Platzbauer nochmals aufgeboten werden. Unsere Jungsenioren steigen in die Nati C auf. Das Doppel Masters kann einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen. Die Plätze werden erst im November abgeräumt.

2016

Der Spielleiter tritt zurück. Bis zur GV konnte noch kein neuer Spielleiter gefunden werden. Das OK für die SHTM 2017 wurde gebildet.